Hingeworfen

Fließt zäh wie Honig vom Himmel
Nie versiegender Regen
Hüllt ein das Land

Wassersturm grau und kalt
Und alles durchnässend
Gemütlich ist’s unter der Brücke

Am Boden und in der Wiese
Schläft er in Frieden
Und ohne Strukturen

Donner rollt über die Felsen
In die Tiefe springt Wasser
Oben stehe ich

Zeitlos und ohne Nutzen
für die Wirtschaft
aber mit viel Freude
im Abseits
für immer

***

Musik, Musik über den Bergen.
Ein sehnsuchtsvoller, ein sehr starker, ein schluchzender Wind.
Ein Brausen, ein Sausen, Wolkenfetzen, die vorbeijagen.
Steinchen, die in den Abgrund geblasen werden und irgendwo aufschlagen.
Die Adlermutter, die einen Schrei ausstößt und in der Tiefe verschwindet.
Dann ist alles still.
Ein Blitz, und von Neuem heult der Wind über die Felskante.
Mir ist kalt.

Winter in den Bergen
Winter in den Bergen